Konversion in der Parkstadt

Im November 2017 wurde der städtebauliche Wettbewerb um die Neugestaltung des Kasernen-Areals abgeschlossen und der Sieger prämiert. Als nächsten Schritt muss die Stadt nun einen Stadtplaner unter den Siegern des Wettbewerbs aussuchen und mit der endgültigen städtebaulichen Planung unter Berücksichtigung der Wettbewerbsergebnisse beauftragen.

Die EBD hat eine eigene Auswertung des Siegerbeitrags vorgenommen und danach Bedenken bezüglich der wirtschaftlichen und praktischen Umsetzbarkeit des Entwurfs. Zu diesem Zweck haben wir den Plan des Entwurfs ausgewertet.

Das Ergebnis ist erschreckend.

Bei allen Vorbehalten bezüglich der Genauigkeit stellte sich heraus, dass von den ca. 295.000 m² des Gesamtgeländes lediglich 112.000 m² entsprechend 38,1 % als nutzbares Nettobauland ausgewiesen sind. Die restlichen Flächen sind als Reserveflächen ohne ausgewiesene Nutzung, als Grün- und Freiflächen, Begleitgrün und Verkehrsflächen ausgewiesen.

 

Weiterhin teilen sich die als Nettobauland vorgesehene Fläche in 98.500 m² = 87,8 % Bauland für Geschossbauten und 13.700 m² = 12,2 % für Einzelhäuser und Reihenhäuser.

 

Nach Ansicht der EBD geht dies extrem am Bedarf vorbei und weist damit ein für die Stadt erhebliches wirtschaftliches Risiko auf.


Wir werden uns deshalb in der nächsten Zeit dafür einsetzen, dass die Stadt zunächst im Rahmen einer wie auch immer zu gestaltenden Marktuntersuchung den Bedarf für die einzelnen Bebauungsklassen untersucht. Anschließend müssen dem zu beauftragenden Architekten ohne weitere Einschränkung seiner gestalterischen Freiheit sowohl vertraglich verbindliche Auflagen bezüglich des nutzbaren Nettobaulands anteilig an der Gesamtfläche als auch für die Anteile unterschiedlicher Bauklassen gemacht werden.

Standort

Wegen der Enge im inneren Siedlungsgebiet der Stadt und der geringen Erweiterungsmöglichkeiten entstand nach dem Zweiten Weltkrieg ein Siedlungsteil auf dem Rücken der Jurahöhe („Schellenberg“), die Parkstadt. Sie erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung und ist etwa 500 m breit und über 2 km lang.

Südöstlich an die Parkstadt schließt das Areal der früheren Alfred-Delp-Kaserne an und an dieses wiederum die am Südhang des Schellenberges liegende Siedlung an der Dr.-Loeffellad-Straße.


Bilder - aktueller Zustand