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Kommunalwahlen 2020


Die Engagierten Bürger Donauwörth (EBD) haben für die kommende Stadtratswahl große Ziele und wollen sich den Bürgern bei einer Veranstaltung am Freitag, 7. Februar 2020, präsentieren. Dort wird auch das gesamte Team für die Stadtratswahl vorgestellt.

Seit 2002 tritt die EBD als unabhängige Liste bei den Kommunalwahlen in der Stadt Donauwörth an. In der aktuellen Wahlperiode stellte die Gruppierung mit Manfred Hofer und Raimund Brechenmacher zwei Stadträte. „Die EBD tritt bewusst als Verein auf. Wir sind keine Partei, denn häufig ist man bei Parteien nur in Teilen Deckungsgleich. Wir wollen aber alle Themen der Stadtpolitik besetzen können und agieren nicht gemeinsam im Sinne einer Partei, sondern gemeinsam zum Wohle unserer Stadt. So können wir alle Themen besetzen und stellen eine Gruppe aus der Mitte der Gesellschaft dar“, so Stadtrat Manfred Hofer.

 

Durchgehendes Kommunales Engagement

 

Hubert Gerstmeier erinnert sich, dass sich aus den monatlichen Stammtischen der EBD der Starkbieranstich entwickelt hat, der sich mittlerweile größter Beliebtheit erfreue: „Wir haben seit der Gründung unseres Vereins Projekte wie die Badeinsel im Baggersee, das Bücherregal am Museumsplatz oder auch die Glocke am Kalvarienberg auf den Weg gebracht.“ „Der Stammtisch ist für alle Interessierten offen. Wir informieren über aktuelle Geschehnisse aus der Stadtpolitik und besprechen gemeinsam, wie wir Donauwörth noch besser machen können“, fügt Stadtrat Raimund Brechenmacher hinzu. „Bei unserem Starkbierfest geht es  nicht  in erster Linie um das Bier, sondern um das traditionelle Derblecken. Wir zeichnen das politische Geschehen in Donauwörth humorvoll und mit spitzer Feder nach – auch mit Gstanzl“, so Brechenmacher weiter. „In der diesjährigen Fastenpredigt wird natürlich auch der Wahlkampf der OB-Kandidaten kritisch gewürdigt!“ ergänzt Fastenprediger Johann Englschall schmunzelnd. „Wir sind also nicht nur während des Wahlkampfs aktiv, sondern engagieren uns über die gesamte Wahlperiode für unsere Stadt“, fügt Manfred Hofer hinzu. „Wir müssen nicht für unsere Stadt brennen. Denn alles was brennt, geht früher oder später aus.“

 

Viele junge Kandidaten

 

Dass in der EBD nicht die traditionellen Seilschaften zählen, beweist auch, dass die Liste für den Stadtrat nicht von alt bekannten Gesichtern dominiert wird, sondern gerade auf den vorderen Plätzen auch neue Mitglieder und besonders junge Menschen einen Platz bekommen haben. Der 24-jährige Student Sebastian Heckl steht auf Listenplatz 2 und hat große Chancen im nächsten Donauwörther Stadtrat zu sitzen. Er engagierte sich viele Jahre für das JUZE in Donauwörth und will sich als Stadtrat vor allem für die Belange der jungen Donauwörther einzusetzen. „Donauwörth ist meine Heimat, Donauwörth ist wunderschön. Aber wir haben viele Baustellen. Baustellen, die dringend angegangen werden müssen. Das sehe ich als meine Aufgabe. Und ich freue mich, mit Raimund Brechenmacher und Manfred Hofer so erfahrene Stadträte an meiner Seite zu haben.“ Heckl hofft auch, dass sein Engagement hilft, junge Menschen zum Wählen zu motivieren. „In den jungen Generationen ist das Thema Nachhaltigkeit ganz wichtig. Wo lässt sich das besser umsetzen als auf der kommunalen Ebene? Stadträte haben so viele Möglichkeiten, Veränderungen auf den Weg zu bringen. Junge Menschen, die jetzt für „Fridays for Future“ demonstrieren, müssen das wissen und ihr Wahlrecht auch ausüben“, appelliert Sebastian Heckl.

 

Klare Meinung zum Tanzhaus

 

Seit vielen Jahren begleitet auch die Diskussion um das Donauwörther Tanzhaus die EBD. Brechenmacher, Hofer und Heckl sind sich einig: „Es wurde viel zu kurz gedacht.“ „Das Tanzhaus gehört in meinen Augen abgerissen und gemeinsam mit dem Merkurplatz und vielleicht sogar dem ehemaligen Kloster komplett neu geplant“, betont Hofer den gemeinsamen Standpunkt der Engagierten Bürger und ergänzt: „Das ist eine riesengroße Chance für Donauwörth, die mit der letzten Stadtratsentscheidung absolut vertan wird.“ Die EBD-Mitglieder kündigen an, dass das Tanzhaus natürlich auch beim Starkbieranstich ein Thema sein wird. „Getreu unserem Motto ´Mehr Ideen und mehr Transparenz‘ wollen wir in der nächsten Stadtratsperiode noch stärker vertreten sein und eine eigene Fraktion bilden“, gibt Hofer die Marschrichtung vor. Und er lädt direkt ein: „Wir wollen den Menschen zuhören und mit ihnen diskutieren. Deshalb laden wir alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt zum Kennenlernen am Freitag, 7. Februar, am „Spitalplatz“ gegenüber dem Rathausbrunnen ein.  Von 16 bis 19 Uhr stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten Ihren Fragen.“ (pm)


Die Engagierten Bürger stellen ihre Stadtratsliste auf. Versäumnisse der Stadtpolitik sollen aufgearbeitet werden.

Der Verein „Engagierte Bürger Donauwörth“ (EBD) verabschiedete im Rahmen der Vollversammlung einstimmig die Liste seiner Kandidaten. Mit einer Mischung aus erfahrenen Stadtratsmitgliedern und jungen Anwärtern steht bei der Wahl Mitte März viel Potenzial zur Auswahl.

Vorsitzender Andreas Kopton zeigte sich bei der Veranstaltung im Gasthaus zum Bären erfreut über das Engagement der Mitglieder in den letzten sechs Jahren. Durch die 254 Veranstaltungen, wie beispielsweise der EBD-Bürgerplattform „Do red i“ oder dem „EBD-Starkbieranstich“ mit Fastenpredigt in Auchsesheim, beweise die EBD, dass sie auch über den Wahlkampf hinaus für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Donauwörth engagiert sei. Mit mehr Mandaten in der kommenden Kommunalwahl werde die EBD „die Stadt positiv verändern“.

 

Platz eins für Manfred Hofer

 

Die Liste wird angeführt von Manfred Hofer. Er ist seit über 30 Jahren selbstständiger Parkettlegermeister und ehrenamtlich in der Vorstandschaft der Parkett-Innung Schwaben, wohnhaft in Riedlingen und seit zwölf Jahren im Donauwörther Stadtrat. Der 59-jährige wünscht sich vor allem, dass Wnicht immer auf den gleichen Schienen gefahren wirdW und stattdessen weitergedacht werden sollte. „Im Vordergrund sollte das Allgemeinwohl stehen und nicht das Interesse des Einzelnen und des einzelnen Stadtrates.“

 

Mit dem Vorsitzenden des Jugendzentrum Donauwörths schicke die EBD eine „Stimme der Jugend“Sebastian Heckl ins Rennen, wie es auf der Versammlung hieß. Der duale Student der Wirtschaftsinformatik, welcher in der Parkstadt aufgewachsen ist, setze sich seit Jahren für die Interessen der jungen Menschen ein. Heckl ist Träger des Jugendleistungspreises der Stadt Donauwörth. Dem 25-Jährigen gehe es nicht nur darum, das kulturelle Angebot für Menschen in Donauwörth attraktiver zu machen, sondern auch um die allgemeine Stadtentwicklung, wie etwa einer Veranstaltungshalle. „Es kann nicht sein, dass für Schulabschlüsse et cetera auf andere Städte oder Gemeinden ausgewichen werden muss.“

 

Ziel: Begeisterung für die Stadt

 

Auf Platz drei tritt Raimund Brechenmacher an. Der selbstständige Bauunternehmer lebt in Nordheim und ist seit 18 Jahren Stadtrat, Forstreferent und verantwortlich für das Kiwanis Oktoberfest Donauwörth. Dem 59-jährigen sei es wichtig, dass die Bewohner und Besucher von Donauwörth zufrieden mit, beziehungsweise begeistert von der Stadt sind. „Donauwörth soll durch stetige Verbesserung von Tourismus und Wirtschaft belebt und lebenswert bleiben.“

Auf Platz vier tritt Karl Kammer an. Der 58-jährige selbstständiger Bau-Ingenieur aus dem Stadtteil Riedlingen engagiert sich ehrenamtlich bei den Kiwanis Donauwörth. Er sieht in der Stadtentwicklung mehr als Nachholbedarf. „Die Stadt muss hierbei gemeinsam an einem Strang ziehen, um Versäumtes nachzuholen.“

Auf Platz fünf folgt Martina Tögel. Sie ist Teamleiterin im Jobcenter Heidenheim und lebt mit ihrer Familie im Stadtteil Riedlingen. Sie wünscht sich, dass Donauwörth „wieder zu einem überregionalen Anziehungspunkt für Menschen jedes Alters und vor allem Familien wird“. Die 35-jährige Volljurisitin findet, „dass Probleme und Projekte angepackt werden sollen und nicht durch langwierige Diskussionen und Gutachten endlos in die Länge gezogen werden“.

Bei der Auftaktveranstaltung der EBD am 7. Februar um 17 Uhr am Café Venezia vor dem Rathaus wird es unter anderem die Möglichkeit geben, die Kandidaten der EBD kennen zu lernen. Darüber hinaus sind die Kandidaten an diversen Terminen und Orten in Donauwörth mit dem Wahlkampfmobil „Blauen Elise“ anzutreffen.


5. EBD-Starkbieranstich



4. EBD-Starkbieranstich


STARKBIERANSTICH

Vom Rieser Napoleon bis zu Bella Birgit und Marco

Der „Derblecker-Award“ geht an einen grünen Bruder. Starke Sprüche und starkes Bier zur Fastenzeit in „Oxase“ Von Helmut Bissinger

So politisch hat man den Fastenprediger Johann Engelschall noch nicht erlebt. Seine starken Sprüche zu starkem Bier hätten diesmal dem Münchner Nockherberg zur Ehre gereicht.

Alias Bruder Hans packte er die Kommunalpolitiker härter als in den Vorjahren an. Im Ries machte er einen „napoleonischen Parteistrategen“ aus, dessen Krater-Kalkül bei der Listenverteilung der CSUnicht aufgegangen sei und der „Pitzbrunnenfranzl“ (Franz Ost) ihm seitdem den wackligen Burgfrieden „abfackelt“.

An allen zwei Tagen des vergangenen Wochenendes war sie ausverkauft. Nicht umsonst hatten sich die Gäste erhofft, dass die Kommunalpolitiker mal so richtig den Spiegel vorgehalten bekommen. Wie auf dem Nockherberg gilt auch in „Oxase“: Wer beim Wort- und Singspiel eine Rolle spielt, der ist wer.

Ein ganz großes Thema für den Fastenprediger: Bella Birgit. Ihr Tête-à-Tête mit Bruder Marco, dem künftigen bayerischen Ministerpräsidenten, breitete er groß aus, waren die Fotos von Donauwörths Stadträtin Birgit Rössle und Markus Söder doch bundesweit durch den Blätterwald gegangen.

So sehr sich Bella Birgit in der Aufmerksamkeit sonnen durfte, so unwohl dürfte sich Mdl Wolfgang Fackler gefühlt haben: Ein „Kopierer“ sei das EBD-Gründungsmitglied, hört da das Auditorium, denn Bruder Hans ist es nicht entgangen, dass der Wolfi offenbar die einen oder anderen EBD-Ideen plötzlich zu CSU-Vorschlägen gemacht hat. Der Fastenprediger meinte: „Das ist alter Wein in neuen Schläuchen, um am eigenen Profil zu arbeiten.“ Da mausere sich der Bruder Wolfi wohl gerade zum „tiefschwarzen Wolf“.

Genüsslich zurücklehnen durfte sich nur einer: „der Bruder Albert“, dem in der Fastenpredigt „eine gewisse Bauernschläue“ bescheinigt wurde. Manche hätten Albert Riedelsheimer auch gewählt, wenn er bei der CSU wäre, meinte Johann Engelschall.

Authentisch, bürgernah und glaubwürdig erschine einem der Bruder Albert. Deshalb wurde dem Kreis- und Stadtrat mit dem olympischen Lorbeerkranz der goldene „EBD-Derblecker-Award 2018“ überreicht, verbunden mit dem Wunsch: „Lasst uns den Herrn bitten, dass der grüne Bruder Albert endlich einmal höhere Weihen für seine Kandidatur erhalten möge.“

Das Ökosystem an der Donau und die Nationalpark-Diskussion („der kleine Amazonas“) waren ebenso Themen wie das Tanzhaus und die Donaupromenade.

Da erfuhr der Starkbierfreund von dem Plan, bei der Einweihung des Promenierweges die beiden Pfarrer per Zille einfahren zu lassen. Das Vorhaben aber scheiterte an der vergeblichen Suche nach einer Rettungsweste für Dekan Robert Neuner.

Ein wenig „dingerte“ (eine Anspielung auf Donauwörths Stadtrat Gustav Dinger) es in der Fastenpredigt, ein wenig schwappte das Hochwasser über (mit viel Hohn für die losen Steine am Donauhafen), manchmal packte Bruder Hans auch den Säbel aus: „Wer nur abnickt oder nix macht, der macht natürlich auch keine offenkundigen Fehler.“ Und deshalb hätten die „roten Brüder“ des Donauwörther Stadtrats in seiner Predigt auch keine Erwähnung gefunden.


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2. EBD -Starkbieranstich



EBD-Starkbieranstich